Das Bewusstsein der Maschinen 8:
Der Parasit
03.09.2026 27 min
Zusammenfassung & Show Notes
Die Folge beginnt bei Claude Shannons berühmter Arbeit von 1948, bei Information als Unwahrscheinlichkeit und bei dem Schaubild, das dem zwanzigsten Jahrhundert beigebracht hat, Kommunikation als Linie zwischen zwei Punkten zu denken. Beim Nachzählen hat dieses Schaubild jedoch nicht fünf, sondern sechs Kästen: Unter dem Kanal sitzt die Rauschquelle, als zweite Quelle, ebenso solide gezeichnet wie die erste. Genau dort setzt Michel Serres an.
Vorgestellt wird der Sohn eines Binnenschiffers von der Garonne, Marineschüler, Mathematiker, Leibniz-Forscher, für den Hiroshima der eigentliche Gegenstand der Philosophie blieb, und der fünf Bücher unter dem Namen Hermes schrieb: Bote, Händler, Übersetzer und Dieb, also die eingebaute Warnung, dass Vermittlung nie unschuldig ist. Daraus folgt Kommunikation als Übersetzung statt Transport, mit der Umkehrung von Shannons Erfolgsbegriff: Die Abweichung ist nicht das Scheitern der Nachricht, sie ist die Nachricht.
Mehr in in den Shownotes.
Vorgestellt wird der Sohn eines Binnenschiffers von der Garonne, Marineschüler, Mathematiker, Leibniz-Forscher, für den Hiroshima der eigentliche Gegenstand der Philosophie blieb, und der fünf Bücher unter dem Namen Hermes schrieb: Bote, Händler, Übersetzer und Dieb, also die eingebaute Warnung, dass Vermittlung nie unschuldig ist. Daraus folgt Kommunikation als Übersetzung statt Transport, mit der Umkehrung von Shannons Erfolgsbegriff: Die Abweichung ist nicht das Scheitern der Nachricht, sie ist die Nachricht.
Mehr in in den Shownotes.
GfA – Der Podcast
Der deutschsprachige Podcast der Gesellschaft für Arbeitsmethodik e.V. Die Themen wechseln, im Wesentlichen geht es zurzeit um das Bewusstsein der Maschinen: Was Kybernetik und Systemtheorie zu Fragen nach Bewusstsein, Kommunikation und künstlicher Intelligenz beitragen können. Die Folgen bauen aufeinander auf, du kannst aber auch einzeln einsteigen.
Von Brigitte E. S. Jansen. Gesprochen wird die Reihe von einer synthetischen Stimme.
Das Bewusstsein der Maschinen 8
Der Parasit
Nach Luhmanns kühler Konstruktion wird es unordentlich. Die Folge beginnt bei Claude Shannons berühmter Arbeit von 1948, bei Information als Unwahrscheinlichkeit und bei dem Schaubild, das dem zwanzigsten Jahrhundert beigebracht hat, Kommunikation als Linie zwischen zwei Punkten zu denken. Beim Nachzählen hat dieses Schaubild jedoch nicht fünf, sondern sechs Kästen: Unter dem Kanal sitzt die Rauschquelle, als zweite Quelle, ebenso solide gezeichnet wie die erste. Genau dort setzt Michel Serres an.
Vorgestellt wird der Sohn eines Binnenschiffers von der Garonne, Marineschüler, Mathematiker, Leibniz-Forscher, für den Hiroshima der eigentliche Gegenstand der Philosophie blieb, und der fünf Bücher unter dem Namen Hermes schrieb: Bote, Händler, Übersetzer und Dieb, also die eingebaute Warnung, dass Vermittlung nie unschuldig ist. Daraus folgt Kommunikation als Übersetzung statt Transport, mit der Umkehrung von Shannons Erfolgsbegriff: Die Abweichung ist nicht das Scheitern der Nachricht, sie ist die Nachricht.
Im Zentrum steht der dritte Mann: Ein Dialog ist nicht, dass zwei miteinander reden, sondern dass zwei sich gegen einen gemeinsamen Feind verbünden, das Rauschen, dessen Ausschluss mit jedem Satz neu geleistet werden muss. Die Fabel von Stadtratte und Landratte führt die Parasitenkette ohne sauberen Anfang vor, samt der feinsten Wendung des Buches, dem inhaltsleeren Geräusch an der Tür, das ein ganzes System umbaut. Erläutert werden außerdem die Dreifachbedeutung des französischen Wortes (Bandwurm, Schmarotzer, Rauschen), die dem Deutschen fehlt, und die Umkehrbarkeit von Wirt und Gast im französischen *hôte*. Der Schritt vom Feind zum Motor verbindet die Fabel mit Luhmanns Begriff der Irritation als Eigenzustand des Systems und mit Heinz von Foersters „order from noise" aus den ersten Folgen der Reihe. Zum Schluss die Anwendung: das Trainingsmaterial als Tisch des Steuerpächters, Nutzerrückmeldungen als Gegenfütterung, die Halluzination als offene Frage und der Temperaturregler als Rauschquelle, die man absichtlich in den Sender eingebaut hat.
Themen der Folge
Der Parasit
Nach Luhmanns kühler Konstruktion wird es unordentlich. Die Folge beginnt bei Claude Shannons berühmter Arbeit von 1948, bei Information als Unwahrscheinlichkeit und bei dem Schaubild, das dem zwanzigsten Jahrhundert beigebracht hat, Kommunikation als Linie zwischen zwei Punkten zu denken. Beim Nachzählen hat dieses Schaubild jedoch nicht fünf, sondern sechs Kästen: Unter dem Kanal sitzt die Rauschquelle, als zweite Quelle, ebenso solide gezeichnet wie die erste. Genau dort setzt Michel Serres an.
Vorgestellt wird der Sohn eines Binnenschiffers von der Garonne, Marineschüler, Mathematiker, Leibniz-Forscher, für den Hiroshima der eigentliche Gegenstand der Philosophie blieb, und der fünf Bücher unter dem Namen Hermes schrieb: Bote, Händler, Übersetzer und Dieb, also die eingebaute Warnung, dass Vermittlung nie unschuldig ist. Daraus folgt Kommunikation als Übersetzung statt Transport, mit der Umkehrung von Shannons Erfolgsbegriff: Die Abweichung ist nicht das Scheitern der Nachricht, sie ist die Nachricht.
Im Zentrum steht der dritte Mann: Ein Dialog ist nicht, dass zwei miteinander reden, sondern dass zwei sich gegen einen gemeinsamen Feind verbünden, das Rauschen, dessen Ausschluss mit jedem Satz neu geleistet werden muss. Die Fabel von Stadtratte und Landratte führt die Parasitenkette ohne sauberen Anfang vor, samt der feinsten Wendung des Buches, dem inhaltsleeren Geräusch an der Tür, das ein ganzes System umbaut. Erläutert werden außerdem die Dreifachbedeutung des französischen Wortes (Bandwurm, Schmarotzer, Rauschen), die dem Deutschen fehlt, und die Umkehrbarkeit von Wirt und Gast im französischen *hôte*. Der Schritt vom Feind zum Motor verbindet die Fabel mit Luhmanns Begriff der Irritation als Eigenzustand des Systems und mit Heinz von Foersters „order from noise" aus den ersten Folgen der Reihe. Zum Schluss die Anwendung: das Trainingsmaterial als Tisch des Steuerpächters, Nutzerrückmeldungen als Gegenfütterung, die Halluzination als offene Frage und der Temperaturregler als Rauschquelle, die man absichtlich in den Sender eingebaut hat.
Themen der Folge
- Shannon 1948: Information als Unwahrscheinlichkeit; Bedeutung als „ohne Belang" für die Technik
- Der sechste Kasten: die Rauschquelle als zweite Quelle im Schaubild
- Michel Serres: Garonne, Marine, Mathematik, Leibniz, Hiroshima
- Hermes als Schutzherr: Bote, Händler, Übersetzer, Dieb
- Kommunikation als Übersetzung; der Übersetzer als Verräter; die Abweichung als Nachricht
- Der dritte Mann: das Gespräch als Bündnis gegen das Rauschen; das Dreieck statt der Linie
- Die Fabel von Stadtratte und Landratte; die Kette ohne sauberen Anfang
- Das inhaltsleere Geräusch mit der größten Wirkung
- Die drei Bedeutungen von *le parasite*; *hôte* als Gastgeber und Gast
- Vom Feind zum Motor: Unterbrechung als Auswahl; Mitochondrien als aufgenommene Parasiten
- Brücke zu Luhmann: Irritation als Zustand des Systems, nicht als Lieferung
- Brücke zur Kybernetik: von Foerster, Ordnung aus Rauschen
- Maschinen: Trainingsmaterial, Rückmeldung, Halluzination, Temperaturregler
- Ausblick auf Folge 09: Deleuze, Sinn und Unsinn
LITERATUR
- Michel Serres: Der Parasit. Übersetzt von Michael Bischoff. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1987. (Französisches Original: Le Parasite, Grasset, Paris 1980.)
- Michel Serres: Hermes I. Kommunikation. Übersetzt von Michael Bischoff. Merve, Berlin 1991. (Französisches Original: Hermès I: La communication, Minuit, Paris 1969.)
- Michel Serres: Hermes III. Übersetzung. Merve, Berlin 1992. (Original: Hermès III: La traduction*, Minuit, Paris 1974.)
- Michel Serres / Bruno Latour: Aufklärungen. Fünf Gespräche. Merve, Berlin 2008. (Der zugänglichste Einstieg in Serres' Denken.)
- Claude E. Shannon: „A Mathematical Theory of Communication. In: Bell System Technical Journal, Bd. 27, 1948. (Enthält das Schaubild mit der Rauschquelle.)
- Jean de La Fontaine: Fabeln, Buch I, 9: Die Stadtratte und die Landratte; Buch I, 2: „Der Rabe und der Fuchs".
- Heinz von Foerster: „On Self-Organizing Systems and Their Environments" (1960). In: Understanding Understanding. Springer, New York 2003. (Deutsch u. a. in: Wissen und Gewissen, Suhrkamp, Frankfurt am Main 1993.)
- Niklas Luhmann: Soziale Systeme. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1984. (Zum Begriff der Irritation.)
- Lynn Margulis: Die andere Evolution. Spektrum, Heidelberg 1999. (Zur Endosymbiose: aus Parasiten werden Bestandteile.)
Mehr von der Gesellschaft für Arbeitsmethodik
Der Verein und seine übrigen Angebote: gfaev.de
Unsere anderen Podcastreihen:
GfA – Der Podcast · Die Reihe "Das Bewusstsein der Maschinen", ausführlicher und mit mehr Theorie im Rücken: gfa-ev.com
Beyond the Algorithm (englisch) · Kybernetik und Systemtheorie, ein Denker pro Folge, geprüft an heutigen Systemen: bta.global-future-association.com
GfA Kulturwelten · Kunst, Musik und Kulturgeschichte, unter anderem eine Reihe zur Geschichte des Tango Argentino: kulturwelten.gfaev-online.com
GfA- Aktuelle und historische Vorträge · aus dem Verband: gfa-web.de
Wenn dir etwas fehlt oder dir ein Fehler auffällt, schreib uns. Einwände greifen wir in späteren Folgen auf.
Transkript
Willkommen zurück bei Das Bewusstsein der
Maschinen. In der letzten Folge haben wir
ein Gebäude besichtigt. Niklas Luhmann hat
uns gezeigt, dass nichts übertragen wird,
dass kein Gedanke je einen Kopf verlassen
hat und dass Kommunikation trotzdem
stattfindet, weil sie kein Faden zwischen
zwei Köpfen ist, sondern ein eigenes
System zwischen ihnen. Wir haben die drei
Selektionen kennengelernt, Information,
Mitteilung, Verstehen. Und die
zuschlagende Tür, an der sich entscheidet,
ob überhaupt kommuniziert wurde. Das war
sauber und es war kalt, im besten Sinne.
Heute wird es unordentlicher. Denn Lumanns
Gebäude hat eine Stelle, an der es sehr
still ist. Er beschreibt Systeme, die sich
selbst fortsetzen. Ereignis für Ereignis,
Anschluss für Anschluss. Und er
beschreibt, dass diese Systeme eine Umwelt
haben, die sie nie erreichen. Was aber ist
diese Umwelt? Was drückt da von außen
gegen die Ordnung? Luhmann hat dafür einen
Begriff. Wir kommen darauf zurück. Aber er
hat kein Bild dafür. Und wo Luhmann
Begriffe hat, hat der Denker von heute
Bilder, Geschichten, Fabeln. Und ein Wort,
das im Französischen drei Dinge
gleichzeitig bedeutet. Michel Serres. Sein
Buch von 1980 heißt Der Parasit. Und seine
These klingt zunächst wie ein Scherz und
ist keiner. Das Rauschen ist nicht der
Feind der Nachricht. Das Rauschen ist ihre
Bedingung. Damit Sie sehen, wie unerhört
das ist, müssen wir aber erst kurz
dorthin, wo unser modernes Bild von
Kommunikation überhaupt herkommt. Und das
ist nicht die Philosophie. Das ist eine
Telefongesellschaft. Das Diogramm von 1948
1948 veröffentlichte ein Mathematiker der
Bell Telephone Laboratories eine Arbeit,
die die Welt verändert hat, ohne dass die
meisten Menschen je seinen Namen gehört
haben. Claude Shannon, eine mathematische
Theorie der Kommunikation. Shannons
Leistung war groß und ich will keinen
ironischen Unterton darin haben. Er hat
Kommunikation messbar gemacht. Dafür
musste er Informationen neu bestimmen,
nämlich nicht als Inhalt und nicht als
Bedeutung, sondern als
Unwahrscheinlichkeit. Eine Nachricht trägt
viel Information, wenn sie überrascht, und
wenig, wenn sie vorhersagbar ist. Wenn ich
sage, die Sonne ging heute Morgen im …,
dann wissen sie das nächste Wort bereits
und wenn es kommt, sagt es ihnen fast
nichts. Aus dieser einen Idee hat Shannon
eine ganze Rechnung entwickelt. Das Bit
als Einheit. Die Kanalkapazität, die
Kodierung. Er hat bewiesen, dass man auch
über eine verrauschte Leitung fast
fehlerfrei übertragen kann, wenn man klug
genug kodiert. Jedes Telefonat, jede
Datei, jedes Bild einer Raumsonde beruht
darauf. Aber Shannon hat gleich zu Beginn
etwas geschrieben, das man ihm hoch
anrechnen muss, weil es ehrlich ist. Die
Bedeutungsseite der Kommunikation, sagt
er, sei für das ingenieurtechnische
Problem ohne Belang. Nicht falsch. Ohne
Belang. Ihn interessierte, ob am anderen
Ende dasselbe Signal ankommt. Und ob
dieses Signal ein Liebesbrief ist oder ein
Börsenkurs oder blanker Unsinn, spielt für
die Mathematik keine Rolle. Ein perfekt
übertragener Unsinn ist, technisch
gesehen, ein voller Erfolg. Merken Sie
sich dieses Bild. Eine Leitung, die
makellos Unsinn zustellt und das Erfolg
nennt. Am Ende dieses Bogens wird es ein
sehr gegenwärtiges Gesicht bekommen.
Shannon wusste, was er tat und er hat die
Grenzen seiner Theorie sauber gezogen. Das
Problem begann bei allen anderen. Denn er
hatte ein Schaubild gezeichnet. Und dieses
Schaubild war so einleuchtend, dass es aus
der Nachrichtentechnik ausbrach und binnen
weniger Jahre die Psychologie, die
Sprachwissenschaft und den Alltagsverstand
besetzte. Sie kennen es, auch wenn Sie es
nie gesehen haben. Links eine
Informationsquelle und ein Sender, rechts
ein Empfänger und ein Ziel. Dazwischen der
Kanal. Fünf Kästen also. Zählen Sie noch
einmal nach. Es sind sechs. Unter dem
Kanal sitzt, mit einem Pfeil nach oben in
die Leitung hinein, ein weiterer Kasten.
Und Shannon beschriftet ihn nicht mit
Rauschen, sondern mit Rauschquelle.
Quelle. Genauso solide gezeichnet wie die
Informationsquelle links. Es gibt in
diesem Bild zwei Quellen, nicht eine. Zwei
Erzeuger speisen den Kanal. Der eine mit
dem, was gewollt ist, der andere mit dem,
was nicht gewollt ist. Das Schaubild, das
dem 20. Jahrhundert beigebracht hat,
Kommunikation als Linie zwischen zwei
Punkten zu denken, hat einen dritten Punkt
mitten hineingezeichnet. Und Generationen
von Lehrbuchautoren haben ihn brav
mitkopiert, während sie eine Theorie von
Zweien erklärten. Genau an diesem Kasten
setzt Michel Serres an. Michel Serres,
geboren 1930 in Agen, im Südwesten
Frankreichs, an der Garonne. Sein Vater
war Binnenschiffer. Er baggerte Sand und
Kies aus dem Fluss. Serre hat darauf sein
Leben lang bestanden, und zwar nicht aus
Koketerie. Er sagte, er sei vom Fluss
erzogen worden, bevor ihn irgendeine
Schule erzogen habe. Wo andere Philosophen
in Bibliotheken aufwuchsen, wuchs er in
einer Landschaft aus Kanälen auf, aus
Strömungen, Fracht, Wetter, aus Dingen,
die fließen und Dingen, die den Fluss
blockieren. Man merkt es jeder Seite an.
Sein Weg in die Philosophie war krumm. Und
die Krümmung gehört zur Sache. Zuerst die
Marineschule. Er wollte zur See fahren.
Und in gewisser Weise hat er nie damit
aufgehört. Die Seekarten, die Passagen,
die Navigation verschwinden nie aus seinen
Texten. Dann Mathematik. Dann die École
Normale Supérieure in Paris. Seine
Doktorarbeit schrieb er über Leibniz, über
dessen mathematische Modelle, seine Netze,
seinen Traum von einer Sprache, in der
sich alles in alles übersetzen lässt. Wer
in Paris der 60er Jahre Leibniz wählt,
während alle anderen Hegel, Husserl oder
Marx wählen, hat bereits angekündigt, dass
er allein gehen wird. Und ein Datum hat
sein Denken in zwei Hälften geteilt. Er
kam bis zu seinem Tod 2019 immer wieder
darauf zurück. Der 6. August 1945.
Hiroshima. Ceres war 15. Er sagte später,
Hiroshima sei der einzige Gegenstand
seiner Philosophie gewesen. Er gehörte zu
der Generation, der an einem einzigen
Morgen klar wurde, dass die Wissenschaft
nicht unschuldig ist. Denken Sie daran,
wenn Ceres gleich verspielt wirkt und
Fabeln über Ratten erzählt. Darunter liegt
ein sehr altmodischer Ernst. Zwischen 1969
und 1980 schrieb er fünf Bücher unter
einem einzigen Namen. Hermes. Die
Untertitel lauten Kommunikation,
Interferenz, Übersetzung, Verteilung,
Nordwestpassage. Warum ausgerechnet
Hermes? Weil die griechische Götterwelt
mehrere Schutzherren für das Wissen
anbietet und Serres den ungewöhnlichsten
wählt. Er wählt nicht Prometheus, das
Wissen als Eroberung, nicht Athene, das
Wissen als gepanzerte Weisheit, nicht
Apoll, das Wissen als Licht und Form. Er
wählt den Kleinen, den beweglichen Gott,
Hermes, den Boten, den Gott der Händler,
der Straßen und Wegkreuzungen, der
Übersetzer und Reisenden. Hermes ist nie
zu Hause, immer dazwischen, immer
unterwegs. Er besitzt nichts, er trägt
alles. Und, das darf man nie vergessen, er
ist der Gott der Diebe. Am Tag seiner
Geburt stahl er ab Holz Rinder und trieb
sie rückwärts, damit die Spuren täuschten.
Wer die Nachricht trägt, kann sie auch
stehlen, verändern, weiterverkaufen, bei
der falschen Adresse abliefern. Damit ist
in Serres Philosophie von Anfang an eine
Warnung eingebaut. Vermittlung ist nie
unschuldig. Es gibt keinen neutralen
Kanal. Der Bote nimmt immer seinen Anteil.
Deshalb ist Kommunikation für Sers kein
Transport, sondern Übersetzung. Nicht nur
zwischen Sprachen, sondern als allgemeine
Form jeder Beziehung. Zwischen zwei
Menschen, zwei Wissenschaften, einer
Gleichung und einem Experiment. Und jeder
Übersetzer, sagt das italienische
Wortspiel, das Sers liebte, ist ein
Verräter. Der Verrat ist kein
Berufsfehler, er ist die Tätigkeit selbst.
Eine Übersetzung, die nichts veränderte,
wäre keine Übersetzung, sondern derselbe
Text zweimal. Also gar keine Mitteilung.
Sehen Sie, wie vollständig das Shenans
Erfolgsbegriff umdreht? Für den Ingenieur
ist das Ideal die Identität. Es soll
ankommen, was abgeschickt wurde. Jede
Abweichung ist Fehler. Für Serres ist
Identität das Einzige, was nie eintritt.
Und wenn sie eintrete, wäre nichts
geschehen. Die Abweichung ist nicht das
Scheitern der Nachricht. Die Abweichung
ist die Nachricht. Jedes Gespräch hat drei
Teilnehmer. Jetzt der Gedanke, aus dem
alles weitere folgt. Er steht in einem
frühen Aufsatz über den platonischen
Dialog. Und er lässt sich in einem Satz
sagen. Ein Dialog ist nicht, dass zwei
Menschen miteinander reden. Ein Dialog
ist, dass zwei Menschen gegen einen
gemeinsamen Feind kämpfen. Serres bittet
uns, genau hinzusehen. Das klassische Bild
des Gesprächs und auch Schennens Schaubild
ist eine Linie. Hier der Sender, dort der
Empfänger. Zwei Positionen. Aber sobald
zwei Menschen zu sprechen beginnen, ist
eine dritte Position da. Ungebeten. Das
Rauschen auf der Leitung. Der Lärm im
Raum. Das Verhören. Die Doppeldeutigkeit
der Wörter selbst. Serres nennt diese
Position den dritten Mann. Und nun die
Umkehrung. Damit Verständigung gelingt,
müssen die beiden Sprechenden sich gegen
diesen dritten verbünden. Kommunizieren
heißt ausschließen. Auch wenn wir
streiten, sind Sie und ich auf derselben
Seite, nämlich auf der Seite des
Gesprächs, gegen alles, was es zum
Verstummen bringen würde. Achten Sie
darauf, was das mit der Geometrie macht.
Kommunikation ist keine Linie zwischen
zwei Punkten. Sie ist ein Dreieck. Und
eine Ecke ist immer vom ausgeschlossenen
Dritten besetzt. Ausgeschlossen, aber nie
beseitigt. Denn der Ausschluss muss mit
jedem Satz neu geleistet werden. Und
daraus folgt die These, die uns durch
diesen ganzen Bogen begleitet. Wenn
Kommunikation nur als fortlaufender
Ausschluss des Rauschens existiert, dann
ist das Rauschen kein Unfall, der die
Kommunikation trifft. Es ist der
Hintergrund, aus dem sie sich
herausschneidet. Zuerst die Störung, dann
– örtlich, vorläufig und gefährdet – die
Nachricht. Am Anfang war das Rauschen. Die
Fabel von den zwei Ratten. 1980 gibt Ceres
diesem Dritten seinen endgültigen Namen,
in dem Buch, das uns heute trägt, Le
Parasite. Und hier schenkt ihm das
Französische etwas, worum das Deutsche es
beneiden muss. Im Französischen bedeutet
Le Parasite drei Dinge auf einmal.
Erstens, den biologischen Parasiten, den
Bandwurm, die Mistel, das Lebewesen, das
auf Kosten eines anderen frisst. Zweitens,
den sozialen Parasiten, den ungebetenen
Gast, den Schmarotzer bei Tisch, der sein
Essen mit nichts als Gerede bezahlt. Und
drittens, und das ist im Deutschen einfach
weg, das Rauschen. Atmosphärische
Störungen im Radio heißen auf Französisch
le Parasite. Was der Ingenieur bekämpft,
heißt dort so wie der Gast, den man nicht
loswird. Ein vorsichtiger Philosoph würde
das für eine amüsante Doppeldeutigkeit
halten und sich für eine Bedeutung
entscheiden. Serres Wette ist, dass die
Sprache hier etwas weiß, was die
Fachgebiete vergessen haben. Das sind
nicht drei Bedeutungen, das ist eine
Beziehung in drei Bereichen. Jedes Mal
läuft ein System, ein Körper, ein
Haushalt, ein Kanal. Und ein dritter
schiebt sich in den Fluss, greift ab, was
durchgeht, und gibt nichts Gleichwertiges
zurück. Beim Bandwurm ist es Nahrung, beim
Schmarotzer das Abendessen, beim Rauschen
das Signal. Und Serres argumentiert nicht
wie ein Logiker, sondern wie ein
Fabeldichter. Sein Buch beginnt mit einer
Geschichte, die Sie vielleicht aus der
Schule kennen, der Stadtratte und der
Landratte. Die Stadtratte lädt ihre Base
vom Land zum Essen ein. Das Essen findet
im Haus eines Steuerpächters statt, also
eines Mannes, der im alten Frankreich die
Steuern für die Krone eintrieb und an der
Differenz reich wurde. Auf dem Boden unter
dem Tisch schmausen die beiden Ratten von
den Resten seines Abendessens. Und mitten
im Festmahl ein Geräusch, ein Laut an der
Tür. Die Ratten stieben auseinander. Das
Essen ist vorbei. Die Landratte verzichtet
zitternd auf jeden zweiten Gang und geht
heim zu ihrem Korn. In der Schune wird
daraus eine Moral über den Preis des
Luxus. Serge stellt eine Frage, die kein
Lehrer stellt. Wer ist in dieser Szene
eigentlich der Parasit? Die Ratten
natürlich. Sie essen an einem Tisch, den
sie nicht gedeckt haben. Aber Moment.
Wessen Tisch ist es? der des
Steuerpächters. Und was ist ein
Steuerpächter? Jemand, der isst ohne zu
produzieren, der vom Fleiß von Bauern
lebt, die er nie sieht, der den Reichtum
auf dem Weg zum König abfängt und
großzügig etwas einbehält. Die Ratten sind
also Parasiten eines Parasiten. Die Reste,
die sie stehlen, waren bereits gestohlen.
Und das Geräusch an der Tür, das die
Mahlzeit beendet, ist, im Französischen
buchstäblich, der dritte Parasit. Die
Kette hat keinen sauberen Anfang. Heben
Sie irgendeine Beziehung des Nehmens an
und darunter liegt eine weitere. Wirte bis
nach unten, Gäste bis nach unten und ganz
unten kein Boden. Und dann die feinste
Wendung des Buches. Was war das Geräusch
an der Tür? In manchen Fassungen gar
nichts. Ein Windstoß, ein Diener, ein
falscher Alarm. Es spielt keine Rolle. Das
Geräusch muss nicht sein, um alles zu
bewirken. Ein reiner Laut, ohne Inhalt,
und er baut das ganze System um. Das Fest
endet, die Positionen ändern sich, die
Landratte bewertet ihr Leben neu und geht
nach Hause. Kleinste denkbare Ursache. Ein
Signal ohne jeden Gehalt. Und größte
denkbare Wirkung. Eine Entscheidung
darüber, wie man leben will. Wenn Sie ein
einziges Bild dafür wollen, warum Ceres
das Rauschen nicht für den Gegenspieler
der Nachricht hält, sondern für ihren
Rohstoff, hier ist es. Die Unterbrechung
hat mehr mitgeteilt als das ganze Bankett.
Noch ein Wort zum Vokabular, weil es um
die nächste Wendung vorbereitet. Im
Französischen heißt hôte zugleich
Gastgeber und Gast. Dasselbe Wort für
beide Seiten des Tisches. Wir würden das
für eine Ungenauigkeit der Sprache halten,
Serge hört darin einen Leersatz. Denn die
Positionen sind umkehrbar und die Farbe
führt es vor. Die Stadtratte ist
Gastgeberin und zugleich Gast im Haus des
Steuerpächters. Der Steuerpächter ist
Gastgeber der Ratten und Gast bei der
Ernte des Landes. Der Parasit ist keine
Art von Lebewesen. Er ist eine Stelle im
Netz und das Netz teilt die Karten immer
wieder neu. Vom Feind zum Motor. Damit
kommen wir zu dem Schritt, der aus einer
hübschen Fabel eine Systemtheorie macht.
Bleiben wir beim Geräusch an der Tür. Hat
es ein System zerstört? Ja, das Bankett.
Aber sehen Sie, was es hervorgebracht hat.
Eine Entscheidung, einen Aufbruch, eine
neue Ordnung, nämlich das Leben der
Landratte bei ihrem Korn. Die
Unterbrechung hat die alte Ordnung nicht
nur beendet, sie hat die nächste
ausgewählt. Und das, sagt Zerres, ist der
Normalfall. Ein System, das störungsfrei
läuft, läuft eben nur. Es wiederholt sich.
Still und geschlossen. Und in ihm
geschieht nichts. Es ist der Parasit, der
abgefangene Fluss, der unerwartete Gast,
das Knistern in der Leitung, der ein
System zwingt zu antworten. Auszuscheiden,
aufzunehmen, umzuleiten, komplizierter zu
werden. Manchmal ist die Antwort Abwehr.
Dann härtet das System sich ab. Manchmal
ist sie Einverleibung. Die Biologie
erzählt uns, dass die Mitochondrien in
jeder ihrer Zellen einmal frei lebende
Bakterien waren. Also uralte Parasiten,
die so erfolgreich aufgenommen wurden,
dass sie ohne sie nicht denkbar sind. So
oder so, das Rauschen ist das Ereignis.
Der Parasit ist die Differenz, die von
außen kommt und das System zum nächsten
Schritt zwingt. Und jetzt kommt die
Stelle, an der Ceres und Luman sich
berühren, obwohl sie nie gemeinsam genannt
werden. Sie erinnern sich, ich sagte zu
Beginn, Luman habe für das Drücken der
Umwelt einen Begriff. Er heißt Irritation.
Und Luhmann konstruiert ihn sehr
sorgfältig. Irritation ist ein Zustand des
Systems, keine Lieferung aus der Umwelt.
Die Umwelt gibt keine Inhalte hinein und
erteilt keine Anweisungen, sie stört nur.
Und diese Störung meldet sich innen als
das eigene Zittern des Systems, das es
dann mit seinen eigenen Mitteln in seine
eigenen Bedeutungen verwandeln muss. Das
ist in nüchternem Deutsch genau die Fabel.
Der Ozean überschwemmt die Insel nicht. Er
kommt nur als Ausschlag ihres eigenen
Seismografen an. Ceres erzählt es als
Geschichte mit Ratten, Luman schreibt es
als Begriff. Und beide sagen dasselbe. Was
von außen ankommt, ist niemals fertige
Bedeutung. Was ankommt, ist Störung. Und
Bedeutung ist das, was das System
daraufhin selbst herstellt. Übrigens,
damit sich zwei Fäden dieser Reihe
verknoten, Sie haben in den ersten sechs
Folgen die Kybernetik kennengelernt. Und
dort gibt es denselben Gedanken im
Laborkittel. Heinz von Förster hat ihn
1960 formuliert. Order from Noise. Ordnung
aus Rauschen. Selbstorganisierende Systeme
dulden zufällige Störung nicht bloß. Sie
leben von ihr. Schütteln Sie die Kiste und
die Bausteine ordnen sich zu Strukturen,
die im Schütteln nirgends enthalten waren.
Drei Sprachen, ein Befund. Der Tisch der
Maschinen. Und damit sind wir bei uns.
Wenn irgendein System auf der Welt heute
die Analyse des Parasiten verdient, dann
die Art von System, über die diese Reihe
spricht. Stellen wir also die Frage der
Fabel. Wer sitzt hier an wessen Tisch? Ein
großes Sprachmodell wird gebaut, in dem es
gefüttert wird. Und ein freundlicheres
Wort dafür gibt es nicht. Gefüttert mit
Text. Bücher, Artikel, Foren, Briefe,
Streitgespräche. Jahrhunderte von
Schreiben. Zusammengetragen aus dem Netz,
in einer Menge, die kein Mensch in einem
Leben lesen könnte. Das ist der Tisch des
Steuerpächters und wie in der Fabel ist er
schon ein Tisch der Abgriffe. Jede Seite
wurde für einen anderen Zweck, einen
anderen Leser geschrieben. Und der Sammler
kommt nach Feierabend und ist von dem, was
übrig blieb. Aber die Fabel hat uns
gelehrt, nie bei einem Glied stehen zu
bleiben. Unter dem Netz liegen die
Schreibenden, deren Entscheidungen,
Korrekturen, Witze die eigentliche Ernte
sind. Über dem Modell sitzen die
Nutzerinnen und Nutzer, die Flüssigkeit
abgreifen, ohne Tribut zu zahlen. Und
darüber die Plattformen, die wie ein guter
Steuerpächter an jedem Tisch im Haus ihren
Anteil nehmen. Und dann die Umkehrung, für
die wir das Wort Hot gelernt haben. Sind
die Nutzer nur Gäste? Jede Frage, jede
Korrektur, jedes Nachfassen, wenn die
Antwort daneben lag, ist Nahrung, die
zurückfließt. Die Branche nennt es
Rückmeldung und trainiert damit weiter.
Sie essen an meinem Tisch und ich esse an
ihrem. Niemand in dieser Schleife ist nur
Wirt oder nur Gast. Und noch eine
Anwendung, näher am Knochen. Was die
Ingenieure Halluzination nennen, also den
selbstsicheren Satz, hinter dem nichts
steht, geht als Störfall, den man
wegfiltern muss. Shennens Krieg gegen das
Rauschen. Mit neuen Waffen. Nach dieser
Folge sollten wir dieses Bild misstrauisch
betrachten. Nicht um Fehler schönzureden,
das wäre billig. Und die nächsten Folgen
werden das Problem eher schärfen als
beruhigen. Aber Serre würde die unhöfliche
Frage stellen, ist das Rauschen in der
Maschine wirklich nur Feind? Wenn ein
solches System das Unerwartete produziert,
das falsche Wort, das sich als das
Interessante herausstellt, den Fehler, an
dem ein Mensch hängen bleibt,
widerspricht, nachdenkt, antwortet, ist
die Kommunikation dann gescheitert oder
hat sie, in Serres Sinn, gerade erst
begonnen? Ich weiß nicht, wo die Linie
verläuft. Aber eines fällt auf und es
folgt direkt aus Shannons eigener
Rechnung. Je vorhersagbarer eine Antwort
ist, desto weniger teilt sie mit. Was
nicht überraschen kann, kann nicht
informieren. Und wer es technisch mag, in
diesem System gibt es tatsächlich einen
Regler, mit dem beim Erzeugen von Text ein
kontrolliertes Maß an Zufall eingespeist
wird. Die Ingenieure nennen ihn, aus der
Wärmelehre entlehnt, Temperatur. Dreht man
ihn auf Null, wird immer das
wahrscheinlichste Wort gewählt. Und das
Ergebnis klingt tot. Flach. Wiederholend.
Im Kreis. Deshalb dreht man ihn hoch.
Hören Sie das mit sehres Ohren. Die
Erbauer der fortgeschrittensten
Kommunikationsmaschinen der Geschichte
haben durch Ausprobieren herausgefunden,
dass reines Signal steril ist und haben
daraufhin eine Rauschquelle eingebaut. In
den Sender. Mit Absicht. Shannons sechster
Kasten, der ungebetene unter dem Kanal,
wurde hereingeholt und mit einem
Thermostat versehen. Der Parasit steht
nicht mehr vor der Tür. Er steht auf der
Gehaltsliste. Fassen wir zusammen.
Kommunikation ist keine Linie, sondern ein
Dreieck und die dritte Ecke ist immer
besetzt. Der Ausschluss des Dritten ist
keine einmalige Reinigung, sondern Arbeit,
die mit jedem Satz neu geleistet wird. Die
Kette der Nehmenden hat keinen sauberen
Anfang und wer Wirt und wer Gast ist,
entscheidet sich daran, wo man die Kette
zerschneidet. Und schließlich, was ein
System in Bewegung bringt, ist nicht das
reibungslose Signal, sondern die Störung,
die es zwingt, etwas Neues zu tun. Damit
haben wir jetzt zwei Bausteine. Von
Luhmann. Bedeutung wird nicht übertragen,
sie wird beim Empfänger hergestellt. Von
Serres. Ordnung entsteht gegen ein
Rauschen, das ihr vorausgeht und das sie
nicht los wird. In der nächsten Folge
kommt ein Denker, der beides in Frage
stellt, indem er tiefer bohrt. Denn Ceres
hat uns ein Rauschen gezeigt, das von
außen kommt, aus der Welt, gegen die
Ordnung. Gilles Deleuze wird sagen, das
genügt nicht. Der Unsinn steht gar nicht
vor der Tür. Er sitzt längst mit am Tisch.
Er ist Teil der Sprache selbst. Und ohne
ihn entsteht überhaupt kein Sinn. Sinn
braucht Unsinn. Was das heißt und warum es
für Maschinen, die niemals stocken,
unangenehm wird, das ist Folge 9. Bis
dahin hören Sie einmal bewusst in das
Rauschen zwischen zwei Radiosendern.
Jemand steht an der Tür.
Feedback geben
Dir gefällt der Podcast und Du möchtest das mal loswerden? Du hast Tipps für neue Themen oder magst über den Inhalt bestimmter Folgen diskutieren? Dann wähle im Formular die jeweilige Episode aus und schreib uns eine Nachricht. Vielen Dank für Dein Feedback!